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TBB besiegt EnBW Ludwigsburg hauchdünn 75:74

"Das macht Mut"
Maik Zirbes mit 22 Punkten und 9 Rebounds – Spannung bis zum Schluss – 3.026 Zuschauer feiern in der Arena Trier

Zum Gastspiel der EnBW Ludwigsburg bei der TBB Trier brachten die Baden-Württemberger gleich zwei neue Gesichter mit in die Arena Trier: mit Center Ermin Jazvin (2,09 Meter, 31 Jahre) und Point Guard Anthony Fisher (1,91 Meter, 25 Jahre) standen zwei Spieler erstmals im Kader der Ludwigsburger, die damit auf die aktuellen Verletzungssorgen ihrer Mannschaft reagiert haben. Beide Spieler können BBL-Erfahrung aufweisen: während Fisher bereits in Frankfurt aktiv war, stand Jazvin vor einigen Jahren schon einmal im Kader der EnBW Ludwigsburg.

Für die Gäste war es in den ersten Minuten vor allem der deutsche Nachwuchsspieler Tim Koch, der für einen Überraschungseffekt sorgte: mit zwei erfolgreichen Distanzwürfen brachte er sein Team gut in die Partie. Doch die TBB konterte vor eigenem Publikum ordentlich. Nate Linhart besorgte die erste Führung zum 10:9. Die EnBW antwortete mit mehreren Treffern aus der Distanz und hielt das Spiel offen. Beim Stand von 14:16 nahm Head Coach Henrik Rödl die erste Auszeit für Trier. Vor allem den Ludwigsburger Neuzugang Anthony Fisher hatte man zum Ende des ersten Viertels (20:24) noch nicht in den Griff bekommen. Zu diesem Zeitpunkt hatte der US-Guard bereits acht Punkte erzielt.
Es entwickelte sich eine spannende Partie, in der keine Partei bereit war, aufzustecken. Ludwigsburg startete treffsicher ins zweite Viertel, punktete weiterhin zumeist in Form von Würfen aus der Mittel- und Ferndistanz (27:34). Im Anschluss ging es weiter hin und her: die Gäste legten vor, die Mannschaft der TBB blieb dran. Mit 39:44 ging die Begegnung in die Halbzeit.

Zu Beginn der zweiten Hälfte wurde es dann richtig laut in der Arena: mit zwei Treffern aus der Distanz brachten Dru Joyce und Nate Linhart die TBB wieder in Schlagdistanz (45:48). Mit zwei erfolgreichen Freiwürfen eroberte der starke Maik Zirbes die Führung für Trier zurück (51:50). Nate Linhart wilderte jetzt erfolgreich in den Passwegen der Gegner, aber Anthony Fisher schlug mit einem wilden Drei-Punkt-Wurf zurück (54:55). Beide Mannschaften hatten sich jetzt in die Partie verbissen und ließen sich locker.

Beim Stand von 61:61 begann das letzte Viertel des Spiels, welches von Oskar Faßler mit einem schwierigen Treffer von jenseits der 6,75 Meter-Linie eröffnet wurde. Mit einem kleinen Run konnte die TBB 5:15 Minuten vor Spielende auf 70:65 davonziehen und eine erste LaOla-Welle machte sich auf ihren Weg durch die Arena, während Head Coach Steven Key seine EnBW Ludwigsburg zur Auszeit rief. Die Ansprache zeigte Wirkung: die Gäste schlossen zum 72:72 auf und gingen kurz darauf sogar mit 72:74 in Führung. Der ehemalige Liga-MVP Jerry Green zeigte jetzt sein ganzes Können und übernahm viel Verantwortung. Nach einem Dreier von Nate Linhart und einem Ballverlust von John Bynum hatten die Gäste nach einer erneuten Auszeit beim Stand von 75:74 1:01 Minuten vor Spielende den Ballbesitz. Aber die Gäste schafften es nicht, diesen Ballbesitz in Zählbares umzuwandeln. In einer irre spannenden Schlussphase sicherte sich Trier den Heimsieg mit einem 75:74.

Henrik Rödl, Head Coach der TBB: „Das war ein sehr knappes und richtungsweisendes Spiel. Beide Mannschaften hätten einen Sieg verdient gehabt. Es ist sehr gut für uns, dass wir jetzt wieder ein knappes Spiel zuhause für uns entscheiden konnten, das macht Mut für die Rückrunde. Ludwigsburg war gut auf uns eingestellt, wir haben ihnen aber leider auch zu viele offene Würfe gelassen, die sie hochprozentig getroffen haben. In der zweiten Halbzeit haben wir viel besser gestanden.

Steven Key, Cheftrainer der EnBW Ludwigsburg: „Es war ein sehr spannendes Spiel, beide Mannschaften brauchten die Punkte unbedingt, eigentlich schade, dass ein Team verlieren musste. Wir haben zu wenige Assists, und wir haben zu viele Offensivrebounds abgegeben. Dadurch hat Trier die zweiten Chancen bekommen und diese genutzt.“

Punkteverteilung: Linhart (9), Joyce (12), Saibou (n.e.), Washington (6), Zwiener (10), Faßler (3), Zirbes (22), Seiferth (4), Picard (n.e), Dojcin (0), Bynum (9), Dietz (n.e.)


Quelle: www.tbb-trier.de




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