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Bufdi - Was ist das?

Was ist eigentlich ein Bufdi?

Soziales Engagement kommt gut an: Das Bayerische Rote Kreuz meldet, dass alle 35.000 bundesweiten Bufdi-Stellen besetzt sind. Bufdi: Dieses lustig anmutende Wort steht für Bundesfreiwilligendienst und wurde Hals über Kopf eingeführt, nachdem die Bundeswehrpflicht und damit auch der Zivildienst abgeschafft wurden.
Im Unterschied zum Zivi können alle Menschen, egal ob weiblich oder männlich und egal welchen Alters oder welcher Nationalität, den Bufdi-Dienst absolvieren.

Sigrid Ehrmann, Leiterin des Café Abdate und Sozialpädagogin, informiert mittels Infobroschüren und -abenden auch über den neuen Dienst:
„Wir haben im Moment Anfragen ohne Ende zu diesem Thema! Das hängt vor allem damit zusammen, dass wir doppelte Abi-Jahrgänge haben.“
Somit suchen mehr junge Leute zur gleichen Zeit nach neuer Orientierung.
„Vor allem die Eltern sind sehr darauf bedacht, dass ihre Kinder ab August irgendetwas tun! Die kommen vorbei und wollen Infos dazu. “

Der Dienst geht in in der Regel zwölf Monate, aber auch eine Zeitspanne von sechs bis 24 Monaten ist möglich. Dazu gibt es keine feste Anmeldefristen wie beim FSJ bzw. FÖJ ( Freiwilliges Soziales bzw. Ökologisches Jahr).
„Bundesfreiwilligendienst kann man jederzeit beginnen, mit relativ kurzem Vorlauf. Die Altersgrenzen sind nicht gegeben, d.h. Leute bis 60 oder mehr können den Dienst machen. Die Zeitspannen sind sehr viel länger und die Arbeitsfelder vielfältiger“, erklärt Sigrid Ehrmann, die von dem hohen Interesse am neuen Dienst überrascht wurde: „Unter uns Kollegen im Bundesnetzwerk haben wir gedacht, dass es schwierig wird, den Bundesfreiwilligendienst zu etablieren und man ist erstaunt, wie schnell sich das jetzt verbreitet hat.“

Woran liegt der Erfolg? Was sind die Vorteile?

„Die kurzen Zeitspannen und der flexible Einstieg machen es aus. Wir hatten jemanden, der ein paar Monate bis zum Studium überbrücken musste und jemanden, der die Schule abgebrochen hat. Zum Überbrücken ist das gar nicht schlecht!“

Auch Erwachsene, die derzeit arbeitslos sind, können ihre Zeit somit sinnvoll nutzen. Doch Sigrid sieht die Sache auch kritisch: „Wir werden auf jeden Fall eine bestimmte Anzahl an Plätzen auch für Jugendliche brauchen. Das heißt, in Zukunft muss man die Plätze einfach erweitern: So und so viele sind dann nur für Schulabgänger oder für Menschen bis 27 Jahre reserviert.“

Außerdem ist noch Platz für Nachbesserungen, denn viele Aschaffenburger Einrichtungen sind der Meinung, dass der Bufdi-Dienst zu sehr über's Knie gebrochen und übereilig eingeführt wurde.
Während es den Dienst bereits gab, wusste keiner der Träger über die genauen Bestimmungen wie Krankenkasse und Versicherung Bescheid. Die meisten Einrichtungen hatten nicht mal aus Ausführungsbestimmungen.

Trotzdem: Alle Neugierigen sollten schon mal ab ins Internet! Dort gibt es eine Datenbank, in der man sich informieren kann, wer welche Stelle in der eigenen Umgebung anbietet. Einsatzbereiche findet man im Sozialen, im Umwelt- und Naturschutz, im Bereich Sport und Integration sowie in der Kultur- und Denkmalpflege, in der Bildung und im Zivil- und Katastrophenschutz.
Und wer gerade nichts in seiner Nähe findet, dem sei weiterhin das FSJ und das FÖJ, das jeweils zum 1. September beginnt, ans Herz gelegt. Diese Dienste bleiben nach wie vor eine weitere Alternative für Jugendliche.




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